Ostfriesland Immobilien

Ostfriesland A-Z

Ostfriesland Informationen A-Z

Ostfriesland
(Plattdeutsch: Oostfreesland) ist eine Region in Niedersachsen im äußersten Nordwesten der Bundesrepublik Deutschland. Ostfriesland besteht aus den Landkreisen Aurich, Leer und Wittmund sowie der kreisfreien Stadt Emden. Ostfriesland liegt an der Nordseeküste und umfasst neben dem Festland auch die Ostfriesischen Inseln mit der Ausnahme Wangerooges, die historisch zum Land Oldenburg zählt. Kommunalpolitisch ist Ostfriesland ein Landschaftsverband. In Ostfriesland leben ungefähr 465.000 Menschen auf 3.144,26 Quadratkilometern. Die Region ist damit im Vergleich zum Bundesdurchschnitt dünn besiedelt. Prägend für Ostfriesland ist, dass die Region nicht von einer größeren Stadt dominiert wird. Vielmehr sind es die fünf Mittelstädte Emden, Aurich, Leer, Norden und Wittmund und fünf Kleinstädte (Weener, Wiesmoor, Esens sowie die Inselstädte Norderney und Borkum), die zusammen mit einer Vielzahl von Dörfern die Struktur Ostfrieslands bestimmen. Unser Immobilienbüro in Norden-Norddeich gibt Ihnen gerne weitere Informationen über Immobilien in Ostfriesland und an der Nordsee - Tel-Nr. 04931-997220

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Klima in Ostfriesland

  • Ostfriesland liegt in der warmgemäßigten Zone mit ganzjährigen Niederschlägen. Nach der Klimaklassifikation von Köppen befindet sich Ostfriesland in der Einteilung Cfb (Klimazone C: Warm-Gemäßigtes Klima; Klimatyp Cf: Feucht-Gemäßigtes Klima; Klimauntertyp b: warme Sommer). Die Temperaturen sind aufgrund der Nähe zur Nordsee relativ ausgeglichen; die Sommer sind warm, häufig liegt die Höchsttemperatur über 20 °C, doch wird die 30 °C-Marke nur an wenigen Tagen erreicht oder überschritten. Die Winter sind im Allgemeinen mild und feucht mit sehr wenigen Eistagen, leichter Frost ist aber jederzeit möglich. Nur selten gibt es Temperaturen unter −10 °C. Die Jahresmitteltemperatur liegt bei 8,4 °C im zentral innerhalb Ostfrieslands gelegenen Aurich und 9 °C auf der Insel Norderney. Auf den Inseln sind die Temperaturen noch ausgeglichener. Durch den Speichereffekt des Meeres wird noch lange nach dem Hochsommer Wärme abgegeben. Die Temperaturen sind daher im Winter milder. In den Hochmoorgebieten im Landesinneren liegen die Temperaturen zumeist etwas niedriger als in der küstennahen Marsch.
  • Im Laufe des Jahres fällt im Mittel rund 800 mm Niederschlag, auf den Inseln weniger. Ostfriesland liegt damit über dem bundesdeutschen Durchschnittswert von rund 700 mm. Der meiste Niederschlag fällt im Landesinneren in den Sommermonaten, vor allem im Juni und Juli. Auf den Inseln sind die Herbstmonate die niederschlagsreichsten. Die Zahl der Nebeltage mit Sichtweiten von weniger als einem Kilometer ist deutlich überdurchschnittlich: 35 Tage auf den Inseln, 45 Tage auf dem Festland. Sehr nebelintensiv sind die Hochmoorgegenden. Die Zahl der Schneetage im Jahr liegt zumeist im einstelligen Bereich. Trotz des überdurchschnittlichen Niederschlags und des überdurchschnittlich oft auftretenden Nebels ist Ostfriesland relativ bewölkungsarm und sonnenreich. Die Sonnenscheindauer liegt mit rund 1500 bis 1600 Stunden etwa im Mittel für den nordwestdeutschen Raum, die Inseln liegen noch darüber.
  • In Ostfriesland weht der Wind stärker und häufiger als im bundesdeutschen Durchschnitt. Zumeist kommt er aus westlichen Richtungen. Die mittlere Windgeschwindigkeit liegt auf dem Festland bei 5,5 bis 6 m/sec, auf den Inseln sogar bei bei 7,5 bis 8 m/sec. Sturm (Windgeschwindigkeit von mehr als 20 m/sec) tritt überdurchschnittlich häufig auf: Auf den Inseln an 30, auf dem Festland an 22 Tagen im Jahr.[10] An der Küste und auf den Inseln herrscht im Winterhalbjahr bei solchen Wetterlagen Sturmflutgefahr, besonders bei Winden aus Nordwest. Diese ist besonders groß, wenn zur Sturmlage auch die Springtide hinzukommt, die das Wasser ohnehin höher auflaufen lässt. Die geringen Temperaturunterschiede, der stetige Wind sowie eine salz-, ozon- und jodreiche Luft von hoher Reinheit und Feuchte bilden das Reizklima, das Heilwirkungen hervorrufen kann. Hinzu kommen eine erhöhte Ultraviolett-Strahlung [10] und - auf den Inseln - die überdurchschnittliche Sonnenscheindauer.

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In Ostfriesland ist das selbstbewohnte Einfamilienwohnhaus weit verbreitet. Viele junge Leute bauen ihr Haus unter Mithilfe der Familie selbst. Gerade bei personalintensiven Gewerken, wie z. B. beim Dachdecken, gesellen sich noch viele Bekannte dazu. Hier kommt der hohe Anteil von Handwerkern unter der ostfriesischen Bevölkerung zum Tragen. Insbesondere in Neubaugebieten fällt beim Richten des Dachstuhls den zukünftigen Nachbarn die Aufgabe zu, in der Nacht zuvor einen Sparren zu verstecken. Das Bauherrehepaar muss diesen dann suchen, durch Schnaps auslösen und wird darauf von den Nachbarn durch die Siedlung zu ihrem Haus getragen, in das der noch fehlende Sparren eingesetzt und anschließend das Richtfest gefeiert wird. Das Einzugsalter ist mit zumeist unter dreißig Lebensjahren vergleichsweise niedrig. Die typische Form des ostfriesischen Bauernhauses ist das Gulfhaus.